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Mittwoch, 5. Oktober 2011

Altar "update" ;-)

Ich habe vor ein paar Tagen in einigen alten Posts in meinem Blog gestöbert und festgestellt, daß es da vieles gibt, was sich in meiner Sichtweise verändert hat. Das sieht man auch an meinem Altar. Deswegen stell ich hier mal aktuelles Foto ein. Er ist (noch) nicht 100%ig traditionell, aber das stört mich persönlich weniger.

Sonntag, 25. September 2011

Scharfer Hahnenfuß


Botanischer Name: Ranunculus acris
Englischer Name: Meadow Buttercup
Volksnamen: Acker-Hahnenfuß, Butterblume, Schmalzblume, Bettler-Hahnenfuß, Blatterkraut, Brennkraut, Gelber Hahnenfuß, Gickelhaxen, Goldblümli, Goldschüssel, Giftblume, Hahnenpot, Karnunkel, Hennapaten, Krähenfuß, Kreinfoot, Ranunkel, Schmalzblume, Teufelskraut, Warzenkraut.

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Inhaltstoffe: Ranunculin, Anemonin, Protoanemonin, Saponine, Vitamin C, Gerbstoff, Asparagin, Arginin
Sammelzeit: Sommer

Heilwirkungen: 
Wird eingesetzt bei: Muskelschmerzen, Hautausschläge, Bindehautentzündung, Warzen

Früher wurden Blätter und Stängel als Abführmittel verwendet und der Saft der Pflanze gegen Warzen eingesetzt. Auch sind Erwähnungen als Mittel gegen Pest, Hauterkrankungen, Gicht, Rheuma und Augenleiden bekannt.
Ranunculus acris wird in der Homöopathie gegen Muskelschmerzen, Hautausschläge und Bindehautentzündung eingesetzt.

Blütenessenz:
Die Blütenessenz des Hahnenfußes ist besonders für schüchterne Menschen nützlich, die nur schwer etwas mit sich selbst anfangen können sowie leicht zu irritieren und zu beeinflussen sind. Sie soll dabei helfen eine eigene Form des Lebens zu finden, die auf Selbstvertrauen und Selbstwertschätzung gründet.
Auch hilft sie jenen, deren Fähigkeiten gesellschaftlich nicht angesehen werden, ihre Begabungen als wertvoll zu erkennen. Sie verbessert das Selbstvertrauen.

Wissenswertes:
Die Bezeichnung Hahnenfuß steht wahrscheinlich in Zusammenhang mit der Form der Blätter, die zusätzliche Bezeichnung „scharf“ kommt vom scharf-brennenden Geschmack, der Name Ackerhahnenfuß bezeichnet den Standort der Pflanze, Butterblume verweist auf die Farbe der Blüten. Das lateinische Ranunculus bedeutet Fröschchen, lateinisch acris bedeutet Acker.

Achtung: Alle Teile der frischen Pflanze sind giftig (Nicht jedoch im getrockneten Zustand)

Bei äußerer Anwendung kommt es zu Rötungen und Juckreiz, evtl. auch zur Blasenbildung. Bei innerer Anwendung kommt es zu Vergiftungserscheinungen, wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, stärkere Vergiftungen können auch zum Kreislaufkollaps und zum Tod führen.

Auch für Pferde und Kühe ist die Pflanze giftig (nicht jedoch im getrockneten Heu)

Geschichte/Mythologie/Magie:
Angeblich haben sich früher Bettler mit dem scharfen Saft des Acker-Hahnenfuß eingerieben, um durch die dadurch entstehenden Wunden Mitleid zu erregen.

Man glaubte wegen der Farbe der Blüten, dass Kühe, die Hahnenfuß fressen, fettere Milch geben. In Schweden war der Glaube verbreitet, dass man gute Butter bekommt, wenn man die ersten Blüten des Hahnenfußes, die man im Frühjahr sieht, isst. (Beides ist gefährlich, da Hahnenfuß/Butterblume giftig ist.)
Man soll durch den Schatten, den eine Hahnenfußblüte auf der Hand wirft, feststellen können, wie viel Butter der Betreffende gegessen hat.
Hält man eine Hahnenfußblüte unter das Gesicht, so isst man viel Butter oder man wird reich, wenn das Kinn gelblich schimmert.
Hängt man am Fronleichnams-Tag Hahnenfußkränze vor das Fenster, so erhält man einen Wettersegen.
Gegen Zahnschmerzen soll man sich die Wurzel des Hahnenfuß an den kleinen Finger binden.
Bei erfrorenen Gliedmaßen soll es helfen, wenn man diese in einem Hahnenfuß-Sud badet.
Bei Fieber soll man sich Hahnenfuß um die Handgelenke wickeln und diesen dann nach 24 Stunden verbrennen. Diese Prozedur soll dreimal wiederholt werden.

Als Räucherung und in (Hexen)salben soll der Hahnenfuß die Konzentration und mediale Fähigkeiten unterstützen. Auch verbessert er angeblich den Kontakt zur Anderswelt (wenn zum Beispiel darin gebadet wird) und soll sogar dabei helfen, dass sich Spirits materialisieren können.

Als Kraut des Hymeneios eignet sich der Einsatz von Hahnenfuß bei Handfastings und Ehezeremonien, aber auch in Ritualen, wo es um Schwüre geht.

Planet: Pluto, Mars mit Pluto (nach Johannes Vehlow), Venus
Element: Feuer, Wasser
Geschlecht: Neutral
Gottheit: Hymeneios 
Tarot: XV Der Teufel/Die Versuchung

Mittwoch, 10. August 2011

Wald-Erdbeere


Botanischer Name: Fragaria vesca (alternativ: Fragaria botryformis, F. hortensis, F. minor, F. nemoralis, F. portentosa, F. silvestris)
Englischer Name: Woodland Strawberry
Volksnamen: Wilde Erdbeere, Erbel, Erbelkraut, Rotbeere, Rote Besinge, Besingkraut, Darmkraut, Flohbeere, Hafelsbeere, Erberr

Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Inhaltstoffe: Blätter: Gerbstoffe, Salicylsäure, Zimtsäure, Kaffeesäure, Chlorogensäure, Peduncluagin, Agrimoniin, Quercetin, Quercitrin, Rutin, Catechin Flavonoide, Leukoanthocyane, Vitamin C
Wurzeln: Gerbstoffe, Salicylsäure, Zimtsäure, Kaffeesäure, Chlorogensäure, Rutin
Früchte: Catechine, Vitamin C, Calcium, Eiweiß, Eisen, Zink, Vitamin A, Folsäure, Kalium,  Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Phosphor, Zink

Sammelzeit: Blätter: Mai bis Juni, Früchte: Juni bis Juli, Wurzeln: Herbst

Heilwirkungen: 
Wirkt: adstringierend, blutreinigend, harntreibend,
Wird eingesetzt bei: Stoffwechselprobleme, Blasen- und Nierensteine, Harnwegserkrankungen, Rekonvaleszenz, Rheuma, Verstopfung, Leberprobleme, Gicht, Magen- und Darmstörungen, Durchfall, Gallenleiden,  Bronchitis, Blutarmut, Akne, Frauenbeschwerden, Gelbsucht, Asthma

Frageria Vesca wird in der Homöopathie bei Nesselsucht angewendet.

Die Blütenessenz der Walderbeere soll helfen können, einen besseren Zugang zur eigenen Gefühlswelt zu erhalten.

Wissenswertes:
 Das deutsche Wort „Beere“ stammt vom mittelhochdeutschen „ber“, was wiederum vom althochdeutschen und altsächsischen „beri“ abstammt. Weitere Vorläufer des Wortes sind zum Beispiel das gemeingermanische „bazja“ oder das gotische „basi“, sowie das mittelniederländische „bes(e)“, das mittelniederdeutsche „beseke“ oder das niederdeutsche „Besing“. Es wird vermutet, dass das Wort ursprünglich aus dem Indogermanischen stammt.
Die Vorsilbe „Erd-„ weißt auf die Tatsache hin, dass die Erdbeere in der Nähe des Bodens, der Erde wächst. Das Wort „Erde“ stammt vom althochdeutschen „erda“ und dem altsächsischen „ertha“ ab. Weitere Vorläufer sind zum Beispiel das gemeingermanische „erþM“ und das gotische „airþa“. Auch mit dem altnordischen „jord“ besteht eine etymologische Verwandtschaft.
Das Wort „Wald“ stammt vom gemeingermanischen „waldþu“ ab und hat vermutlich ebenfalls indogermanische Wurzeln. Es weißt natürlich auf den Standort der Walderdebeere hin.
Der lateinische Name „frageria“ leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen „fragare“ = „duftend“ ab. Bereits in der Antike wurde die Erdbeere „frega“ oder „fragum“ genannt. „Vesca“ bedeutet so viel wie „klein, mager, dürftig“.

Verbreitet wird die Pflanze durch Vögel, Säugetiere, Schnecken und Insekten, die die Früchte essen und die Samen wieder ausscheiden. Bei Früchten, die nicht gefressen werden, fallen die Samen mit dem Vertrocknen der Frucht auf den Boden.

Geschichte/Mythologie/Magie:
 Wald-Erdbeeren wurden schon in der Steinzeit vom Menschen gesammelt, wie man aus archäologischen Funden weiß.
Auch in der Antike war sie eine beliebte Pflanze, was sich aus Dichtungen von Plinius, Ovid und Vergil erkennen lässt. Als Heilpflanze wurde sie jedoch in dieser Zeit noch nicht erwähnt. Dies geschah später jedoch durch Hildegard von Bingen (12. Jhd) und Hieronimus Bock (16. Jhd.).

Ab dem 14. Jhd. n. Chr. wurde die Wald-Erdbeere auch angebaut und man versuchte (vergeblich) durch Züchtung größere Beeren zu erhalten. Später kreuzte man die Wald-Erdbeere mit amerikanischen Arten (Scharlach-Erdbeere und Chile-Erdbeere), was zu größeren Früchten führte und im 18. Jhd. die Walderdbeere von den Anbauflächen verdrängte. Allerdings gibt es heute zahlreiche Zuchtformen der Wald-Erdbeere, die sogenannten Monatserdbeeren, welche während der gesamten Wachstumsperiode Früchte tragen können. Die Erdbeeren sind hier meist größer als bei der ursprünglichen Form der Wald-Erdbeere. Die meisten der heute im Handel erhältlichen Erdbeeren sind allerdings auf die Kreuzung von Scharlach- und Chileerdbeere zurückzuführen.

Nicht jedoch auf christlichen Gemälden des Mittelalters. Hier steht die Wald-Erdbeere als Pflanze der Maria für Frömmigkeit und Rechtschaffenheit.

Eine Mutter, deren Kind gestorben ist, soll aus oben genannten Grund keine Erdbeeren essen, zumindest nicht vor dem Johannis-Tag (24. Juni).
Daraus leitet sich vielleicht auch der Glaube ab, dass Frauen allgemein keine Erdbeeren essen sollten, wohingegen sie für Männer sehr gesund seien.
Wenn man beim Pflücken eine Erdbeere verliert, gehört diese den umherwandernden Seelen oder dem Teufel. Kommt man auf dem Heimweg von der Erdbeerernte an einem Kreuz oder einer Kapelle vorbei, so opfert man hier drei Beeren.
In Böhmen opferte man der Waldfrau Medulina, indem man eine Hand voll Erdbeeren auf einen Baumstumpf legte und sprach:
„Medulina, da hast du, du gibst es übers Jahr wieder.“

Der Tee aus Erdbeerblättern soll nicht nur gegen jegliche Krankheit helfen, sondern auch gegen Verhexung.

Wie bei vielen Frühjahrsblühern gilt für die ersten Blüten der Erdbeere (genauso wie für die ersten Früchte), dass sie das gesamte Jahr vor Fieber bewahren, wenn man sie isst. Der Saft der ersten Erdbeeren galt als Wundermittel gegen Sommersprossen, Gesichtsrose oder Frostbeulen.
Auch dem Vieh gab man zu Walpurgi (30. April) einen Stängel Erdbeerblätter (zusammen mit Salz), um sie vor Krankheit zu beschützen.
In Oberfranken gab es den Glauben, dass man Beulen bekäme, wenn man Erdbeeren am Jakobi-Tag (25. Juli) isst.
Träumt man von roten Erdbeeren, so soll dies einen Geldsegen vorhersagen.

Die drei Blätter, die an einem Stängel sitzen stehen (wie das Kleeblatt) für die Dreifaltigkeit des christlichen Gottes, das Rot der Erdbeeren wurde manchmal auch als Blut Christi gedeutet.

In einem Märchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm – „Die drei Männlein im Walde“ – geht es um ein Mädchen, das von ihrer Stiefmutter im Winter in den Wald geschickt wird, um Erdbeeren zu sammeln. Mit Hilfe von drei kleinen Männern gelingt ihr dies auch und wird wegen ihrer Gutmütigkeit auch noch zusätzlich beschenkt.

Bei den Irokesen gilt die Walderdbeere als ein Geschenk der „kleinen Sonnenscheinleute“ an die Menschen.

Aus der germanischen Mythologie ist angeblich überliefert, dass die Göttin Frigga die Seelen toter Kinder in Erdbeeren versteckt haben soll, um sie dann heimlich nach Walhalla bringen zu können. Später habe sich dies auf die christliche Gottesmutter Maria übertragen, die einmal im Jahr auf die Erde kommen soll und für die verstorbenen Kinder Erdbeeren pflücke.

Erdbeeren eignen sich für die Verwendung bei Liebeszaubern. Die Blätter sollen Glück bringen, wenn man sie bei sich trägt. Schwangere soll ein kleines Säckchen voll Erdbeerblättern vor Schmerzen bewahren.

Planet: Venus
Element: Wasser
Götter: Frigga, Freya
Sternzeichen: Waage
 

Sonntag, 29. Mai 2011

Günsel, kriechender

 Botanischer Name: Ajuga reptans

Englischer Name: Bugleweed

Volksnamen: Kuckucksblume, Nosnbleita, Schlangechrut, Güldengünsel, Guglkraut,

Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Inhaltstoffe: Ätherische Öle, Ajugol, Ajugoside, Ajugalacton, Cyasteron, Harpagid, Delphinidin, Aucubin, Gerbsäure, Rosmarinsäure

Sammelzeit: April bis Juli

Heilwirkungen: 
Wirkt: Antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, harntreibend, schmerzstillend,
Wird eingesetzt bei: Angina, Mandelentzündung, Magenübersäuerung, Magenübersäuerung, Magengeschwür, Mundschleimhautentzündung, Sodbrennen, Schlaflosigkeit, Rheuma, Gicht, Gelenkentzündungen, Gallenleiden, Ödeme, Knochenbrüche, Wunden, Narben, Geschwüre, Ekzeme, Kehlkopfentzündungen,

Ajuga reptans wird in der Homöopathie bei Stoffwechselerkrankungen eingesetzt.

Die Blütenessenz des Günsels hilft, wenn langjährige, zwischenmenschliche Beziehungen aller Art auseinander brechen. Sie unterstützt dabei, wieder in Balance zu kommen und sich selbst als Ganzheit zu erleben.
Sie kann aber auch unterstützend wirken, wenn man sich nicht anerkannt oder nicht „gut genug“ fühlt.

Wissenswertes:
Der Name Günsel stammt vom althochdeutschen „kunsele“, was eine Verballhornung des lateinischen Wortes „consolida“ = „festmachen“ darstellt. Die Lateinische Bezeichnung ist wiederum durch Übersetzung des griechischen „symphyton“ = “zusammenwachsen“ entstanden, und weißt auf die Verwendung als Heilpflanze hin, welche das Verheilen von Wunden oder Knochenbrüchen fördert.

Günsel lässt sich zu Salaten, Aufläufen oder in Suppen verwenden. Allerdings sollte auf Grund seiner leicht abführenden Wirkung auf eine sparsame Verwendung geachtet werden.
 
Geschichte/Mythologie/Magie:
Der Günsel wird schon seit Jahrhunderten als Wundheilkraut eingesetzt.
Das Kraut sollte am besten bei Sonnenaufgang zum Neumond Ende Mai oder im Juni gesammelt werden. Allerdings heißt es, dass ein Gewitter kommt, wenn man den Günsel abreißt.
Wer an den Blüten riecht, soll Sommersprossen bekommen.
Gegen Mundfäule soll man Günsel durch den Mund ziehen oder um den Hals tragen. Während das Kraut trocknet, vergeht dann auch die Mundfäule, so glaubte man.

Planet: Mars (mit Venus)
Element: Feuer
Geschlecht: Männlich

Donnerstag, 19. Mai 2011

Waldsauerklee


Botanischer Name: Oxalis acetosella (manchmal auch: Trifolium acetosum, Oxytriphyllon oder Oxys)
Englischer Name: Wood Sorrel
Volksnamen: Sauerklee, Hain-Sauerklee, Hasenklee, Buchampfer, Kuckucksklee, Suurbrod, Surmous, Süppli, Chäsli, Chäs und Brot, Chrüz-, Schildbrötli, Manna, Schneiderkas, Bampfjakl, Himmel(s)brod, Has(e)nbrod, Hasemoos, Hasenkohl, Holzklee, Kuckucks-, Guggerbrod, Guggerklee, Kuckuckskraut, Kuckuckssalat, Kuckucksmoos, Kuckuckskäse, Waldwürze

Familie: Sauerkleegewächse (Oxalidaceae)
Inhaltstoffe: Kaliumoxalat (Kleesäure), Oxalsäure, Anthrachinon, Öl
Sammelzeit: Während der gesamten Wachstumsperiode (Frühjahr bis Herbst)

Heilwirkungen: 
Wirkt: Blutreinigend, fiebersenkend, harntreibend, blutstillend, menstruationsfördernd, abführend, entgiftend, wundreinigend
Wird eingesetzt bei: Leber- und Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Skorbut, Verstopfungen, Muskelverkrampfungen, Fieber, Gallenleiden, Magen-Darmleiden, Hautausschlägen, Gelbsucht, Mundfäule, Krätze, Magenkrebs und als Entgiftungsmittel bei Arsen- und Quecksilbervergiftungen

In der Homöopathie wird Oxalis acetosella gegen Nierensteine und bei Nieren- und Leberfunktionsstörungen eingesetzt.

In der anthroposophischen Medizin wird Oxalis gegen Verstopfungen, Muskelverkrampfungen und Unterleibsbeschwerden eingesetzt.

Die Blütenessenz des Waldsauerklees löst Spannungen und Druck, schenkt Toleranz und hilft einem dabei, offen und liebevoll mit anderen umzugehen.

Wissenswertes:
 Der Gattungsname Oxalis stammt vom griechischen oxys = sauer und halis = Salz. Der Artname Acetosella stammt vom lateinischen acetum = Essig, saurer Wein. Der deutsche Name beschreibt zugleich Standort, Geschmack und Erscheinungsbild der Pflanze.

Früher hat man die in der Pflanze vorhandene Oxalsäure zum Bleichen von Stearin und Stroh verwendet sowie als Fleckenentferner bei Rost- oder Tintenflecken, aber auch zum Putzen von Messing und Kupfer. Aus 75 Kilogramm Sauerkleeblättern konnte man gerade mal 500 Gramm Oxalsäure herstellen. Heute wird Oxalsäure synthetisch produziert.

Man hat auch Sauerklee in die Milch gegeben, um diese (für die Käseherstellung) zum gerinnen zu bringen.
Sauerklee kann Salaten, aber auch Suppen und Soßen hinzugefügt werden.
Den Frischsaft kann man mit Zucker und Wasser vermengt zu einer Limonade verarbeiten.

Geschichte/Mythologie/Magie:
Im England des 15. Jahrhundert wurde der Sauerklee wegen seiner Beliebtheit auch angebaut, aber später durch den Sauerampfer ersetzt.
Das Kleeblatt im Wappen Irlands hat seinen Ursprung in einer Geschichte über den Heiligen St. Patrick, der angeblich die Dreifaltigkeit mit Hilfe eines Kleeblattes erklärt hat. Man vermutet, das er hierfür ein Blatt von Oxalis acetosella verwendet hat.
Man glaubte, dass der Ruf des Kuckucks das Blühen des Sauerklees anzeigt – daher unter anderem der Name Kuckucksklee.
Wie bei anderen Frühlingsblumen war auch beim Sauerklee der Brauch verbreitet, das erste Blatt, welches man im Frühjahr findet, gleich zu essen. Dies soll Glück und Gesundheit für das ganze Jahr bringen.
Auch gilt die Pflanze als Wetterorakel: Wenn er im Frühjahr viele Blüten trägt, soll es ein Jahr mit viel Regen geben; bei wenigen Blüten wird das Jahr trocken.
Bei den Native Americans soll man die Wurzeln des Sauerklees den Pferden gegeben haben, damit diese schneller laufen.
Die Pflanze wird mit dem Kuckuck und dem Hasen in Verbindung gebracht. Der Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl vermutet dahinter eine Verbindung zu den Kelten, für die beide Tiere als heilig galten.
Dort wo die Göttin ihre Fußspuren hinterlässt, soll der Sauerklee am liebsten wachsen.
Vor allem die vierblättrigen Blätter bringen Glück.
Trägt man getrocknete Sauerkleeblätter bei sich, soll dies vor Herzkrankheiten schützen.
Einem Kranken soll man frischen Sauerklee ans Bett stellen, um seine Genesung zu unterstützen.
Auch soll der Sauerklee einem die Fähigkeit verleihen, Elfen und Feen oder auch die irischen Wichtel – die Leprechauns - sehen zu können.

Planet: Venus (mit Uranus)
Element: Erde
Geschlecht: Weiblich
Gottheiten: Frühlingsgöttinnen, Cerridwen