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Montag, 15. Juni 2009

Lindwurm


Die Bezeichnung Lindwurm wird abgeleitet von dem althochdeutschen Wort lint, was "Schlange" bedeutet.
Er ist meist zweibeinig, manchmal hat er aber auch vier oder mehr Beine, die für gewöhnlich sehr kurz sind. Der Lindwurm hat keine oder nur sehr kurze, fluguntaugliche Flügel und einen sehr langen Schwanz. Manchmal wird er als menschenfressend beschrieben.
In Orten, die "Limb-" oder "Lind-" im Namen tragen, ist oft eine Drachensage überliefert, wie beispielsweise in Limburg a.d. Lahn. Der Lindwurm ist auch das Wahrzeichen der österreichischen Stadt Klagenfurt, wie auch von der slowenischen Stadt Laibach (Ljubljana).

So ist der drachengestaltige Riese Fafnir aus dem Nibelungenlied eigentlich ein Lindwurm.
Fafnir ist der Edda zufolge der Sohn des Riesen Hreidmar. Seine Brüder heißen Otr (auch Otur) und Regin. Auch wird in der Edda erzählt, dass die drei Götter Odin, Loki und Hönir aus Versehen Hreidmars Sohn Otur töten, der in Gestalt eines Otters fischen war. Dadurch wird ein sogenanntes Wergeld fällig, welches mit dem verfluchten Goldschatz des Zwerges Andvari bezahlt wird. Dieser Schatz bringt einem unrechtmäßigen Besitzer Zwietracht und Unglück; das berühmtestes Stück dieses Schatzes ist der Ring Andvaranaut. Jedoch weigert sich Hreidmar, seinen Söhnen Fafnir und Regin den Anteil am Wergeld zu geben, der ihnen zusteht. Deshalb wird er von Fafnir erstochen, und dieser droht auch Regin an, ihn zu erschlagen, sollte der seinen Anteil verlangen. Fafnir zieht sich mit dem Goldschatz in eine Höhle auf der Gnitaheide zurück, wo er allmählich die Gestalt eines Lindwurmes annimmt. Der Oegishjalmr – ein Helm, der das Aussehen auf erschreckende Weise verändert – macht seinen Anblick noch entsetzlicher. Sigurd (bzw. Siegfried) tötet schließlich Fafnir mit seinem Schwert Gram und erschlägt dann Regin, der den Schatz für sich will und besitzt nun Helm, Ring und Hort. Durch ein Bad in Fafnirs Blut wird Siegfried unverwundbar. Diese Sage ist auch Grundlage für Wagners Ring der Nibelungen.