Botanischer Name: Veronica beccabunga
Englischer Name: Brooklime
Volksnamen: Bach-Ehrenpreis, Quell-Ehrenpreis, Wasserkresse, Bachkohl, Wassersalat, Wasserbunge
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Inhaltstoffe: Vitamin C, Jod, Aucubin, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, Ätherisches Öl
Sammelzeit: März bis Juni
Heilwirkungen:
Heilwirkungen:
Wirkt: blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, schweißtreibend, abführend, entgiftend, Menstruations fördernd
Wird eingesetzt bei: Appetitlosigkeit, Asthma, Blasensteine, Fieber, Frühjahrsmüdigkeit, Husten, Lungenprobleme, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Zahnfleischblutungen, Skorbut, Wassersucht, Milzbeschwerden, Würmer, Ruhr, Geschwüre, Masern und Flecken im Gesicht, Hautleiden, Frauenleiden, Gicht
In der Homöopathie wird Veronica beccabunga gegen Skrofulose, Wassereinlagerungen, Hauterkrankungen und Lebererkrankungen eingesetzt
Wissenswertes:
Der Gattungsname stammt von der Wertschätzung des Ehrenpreis (Veronica offizinales): „Ihm sei Ehr und Preis als vera unica medicina, das einzig wahre Heilmittel“. Die Artbezeichnung „beccabunga“ ist wahrscheinlich der Versuch, den deutschen Namen ins Lateinische zu übertragen.
Die etymologische Herkunft der Bezeichnung Bunge (Gattungsname) ist umstritten. Es wird unter anderem vermutet, dass es eine Bezeichnung für „Knolle“ ist, jedoch ist die Bachbunge kein Knollengewächs. Hildegard von Bingen bezeichnete die Bachbunge als Pungo.
Bachbunge schmeckt gut in Salaten und gehört zu den traditionellen neun Kräutern, die zu einer „Grünen Suppe“ verarbeitet werden.
Bachbunge eignet sich gut für die Bepflanzung von Süßwasseraquarien.
Geschichte/Mythologie/Magie:
Als Heilpflanze wurde die Bachbunge von Hildegard von Bingen (12. Jahrhundert) und Hieronymus Bock (15./16. Jahrhundert) beschrieben.
Man bringt die Bachbunge auch mit einem von Plinius (1. Jahrhundert) erwähnten Kraut mit Namen Samolus in Verbindung. Der Ernte-Ritus war wie folgt: Man solle mit nüchternen Magen und ohne zurück zu schauen zur Pflanze gehen und diese mit der linken Hand ernten. Man zerhackte dann das Kraut und gab es den Schweinen ins Futter. Samolus bedeutet Sommerblume (kelt. Samo-lus) und man vermutet, dass die Pflanze mit dem Sommerbeginn in Verbindung stand.
Der Bachbunge wird eine Schutzwirkung beim Überqueren von Gewässern nachgesagt.
Sammelt man sie am frühen Morgen und isst sie gleich frisch, soll sie angeblich Visionen fördern und die eigene Objektivität stärken.
Ein Mädchen, welches in der Thomasnacht (21. Dezember) drei Hand voll Bachbunge unter ihr Kopfkissen legt, kann im Traum ihren zukünftige Ehemann sehen, so ein für Bayern belegter Glaube.
Gegen Kopfschmerzen wurde eine Kette aus Bachbunge um den Hals getragen – sie sollte als Talisman wirken. Auch sollte dies Glück anziehen, vor Schlangenbissen und Bissen anderer giftiger Tiere schützen und die Hellsichtigkeit fördern.
Planet: Mond mit Sonne (nach J. Vehlow)/Jupiter
Element: Wasser
Geschlecht: Weiblich











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