Botanischer Name: Fragaria vesca (alternativ: Fragaria botryformis, F. hortensis, F. minor, F. nemoralis, F. portentosa, F. silvestris)
Englischer Name: Woodland Strawberry
Volksnamen: Wilde Erdbeere, Erbel, Erbelkraut, Rotbeere, Rote Besinge, Besingkraut, Darmkraut, Flohbeere, Hafelsbeere, Erberr
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Inhaltstoffe: Blätter: Gerbstoffe, Salicylsäure, Zimtsäure, Kaffeesäure, Chlorogensäure, Peduncluagin, Agrimoniin, Quercetin, Quercitrin, Rutin, Catechin Flavonoide, Leukoanthocyane, Vitamin C
Wurzeln: Gerbstoffe, Salicylsäure, Zimtsäure, Kaffeesäure, Chlorogensäure, Rutin
Früchte: Catechine, Vitamin C, Calcium, Eiweiß, Eisen, Zink, Vitamin A, Folsäure, Kalium, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Phosphor, Zink
Sammelzeit: Blätter: Mai bis Juni, Früchte: Juni bis Juli, Wurzeln: Herbst
Heilwirkungen:
Heilwirkungen:
Wirkt: adstringierend, blutreinigend, harntreibend,
Wird eingesetzt bei: Stoffwechselprobleme, Blasen- und Nierensteine, Harnwegserkrankungen, Rekonvaleszenz, Rheuma, Verstopfung, Leberprobleme, Gicht, Magen- und Darmstörungen, Durchfall, Gallenleiden, Bronchitis, Blutarmut, Akne, Frauenbeschwerden, Gelbsucht, Asthma
Frageria Vesca wird in der Homöopathie bei Nesselsucht angewendet.
Die Blütenessenz der Walderbeere soll helfen können, einen besseren Zugang zur eigenen Gefühlswelt zu erhalten.
Wissenswertes:
Das deutsche Wort „Beere“ stammt vom mittelhochdeutschen „ber“, was wiederum vom althochdeutschen und altsächsischen „beri“ abstammt. Weitere Vorläufer des Wortes sind zum Beispiel das gemeingermanische „bazja“ oder das gotische „basi“, sowie das mittelniederländische „bes(e)“, das mittelniederdeutsche „beseke“ oder das niederdeutsche „Besing“. Es wird vermutet, dass das Wort ursprünglich aus dem Indogermanischen stammt.
Die Vorsilbe „Erd-„ weißt auf die Tatsache hin, dass die Erdbeere in der Nähe des Bodens, der Erde wächst. Das Wort „Erde“ stammt vom althochdeutschen „erda“ und dem altsächsischen „ertha“ ab. Weitere Vorläufer sind zum Beispiel das gemeingermanische „erþM“ und das gotische „airþa“. Auch mit dem altnordischen „jord“ besteht eine etymologische Verwandtschaft.
Das Wort „Wald“ stammt vom gemeingermanischen „waldþu“ ab und hat vermutlich ebenfalls indogermanische Wurzeln. Es weißt natürlich auf den Standort der Walderdebeere hin.
Der lateinische Name „frageria“ leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen „fragare“ = „duftend“ ab. Bereits in der Antike wurde die Erdbeere „frega“ oder „fragum“ genannt. „Vesca“ bedeutet so viel wie „klein, mager, dürftig“.
Das deutsche Wort „Beere“ stammt vom mittelhochdeutschen „ber“, was wiederum vom althochdeutschen und altsächsischen „beri“ abstammt. Weitere Vorläufer des Wortes sind zum Beispiel das gemeingermanische „bazja“ oder das gotische „basi“, sowie das mittelniederländische „bes(e)“, das mittelniederdeutsche „beseke“ oder das niederdeutsche „Besing“. Es wird vermutet, dass das Wort ursprünglich aus dem Indogermanischen stammt.
Die Vorsilbe „Erd-„ weißt auf die Tatsache hin, dass die Erdbeere in der Nähe des Bodens, der Erde wächst. Das Wort „Erde“ stammt vom althochdeutschen „erda“ und dem altsächsischen „ertha“ ab. Weitere Vorläufer sind zum Beispiel das gemeingermanische „erþM“ und das gotische „airþa“. Auch mit dem altnordischen „jord“ besteht eine etymologische Verwandtschaft.
Das Wort „Wald“ stammt vom gemeingermanischen „waldþu“ ab und hat vermutlich ebenfalls indogermanische Wurzeln. Es weißt natürlich auf den Standort der Walderdebeere hin.
Der lateinische Name „frageria“ leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen „fragare“ = „duftend“ ab. Bereits in der Antike wurde die Erdbeere „frega“ oder „fragum“ genannt. „Vesca“ bedeutet so viel wie „klein, mager, dürftig“.
Verbreitet wird die Pflanze durch Vögel, Säugetiere, Schnecken und Insekten, die die Früchte essen und die Samen wieder ausscheiden. Bei Früchten, die nicht gefressen werden, fallen die Samen mit dem Vertrocknen der Frucht auf den Boden.
Geschichte/Mythologie/Magie:
Wald-Erdbeeren wurden schon in der Steinzeit vom Menschen gesammelt, wie man aus archäologischen Funden weiß.
Auch in der Antike war sie eine beliebte Pflanze, was sich aus Dichtungen von Plinius, Ovid und Vergil erkennen lässt. Als Heilpflanze wurde sie jedoch in dieser Zeit noch nicht erwähnt. Dies geschah später jedoch durch Hildegard von Bingen (12. Jhd) und Hieronimus Bock (16. Jhd.).
Ab dem 14. Jhd. n. Chr. wurde die Wald-Erdbeere auch angebaut und man versuchte (vergeblich) durch Züchtung größere Beeren zu erhalten. Später kreuzte man die Wald-Erdbeere mit amerikanischen Arten (Scharlach-Erdbeere und Chile-Erdbeere), was zu größeren Früchten führte und im 18. Jhd. die Walderdbeere von den Anbauflächen verdrängte. Allerdings gibt es heute zahlreiche Zuchtformen der Wald-Erdbeere, die sogenannten Monatserdbeeren, welche während der gesamten Wachstumsperiode Früchte tragen können. Die Erdbeeren sind hier meist größer als bei der ursprünglichen Form der Wald-Erdbeere. Die meisten der heute im Handel erhältlichen Erdbeeren sind allerdings auf die Kreuzung von Scharlach- und Chileerdbeere zurückzuführen.
Nicht jedoch auf christlichen Gemälden des Mittelalters. Hier steht die Wald-Erdbeere als Pflanze der Maria für Frömmigkeit und Rechtschaffenheit.
Geschichte/Mythologie/Magie:
Wald-Erdbeeren wurden schon in der Steinzeit vom Menschen gesammelt, wie man aus archäologischen Funden weiß.
Auch in der Antike war sie eine beliebte Pflanze, was sich aus Dichtungen von Plinius, Ovid und Vergil erkennen lässt. Als Heilpflanze wurde sie jedoch in dieser Zeit noch nicht erwähnt. Dies geschah später jedoch durch Hildegard von Bingen (12. Jhd) und Hieronimus Bock (16. Jhd.).
Ab dem 14. Jhd. n. Chr. wurde die Wald-Erdbeere auch angebaut und man versuchte (vergeblich) durch Züchtung größere Beeren zu erhalten. Später kreuzte man die Wald-Erdbeere mit amerikanischen Arten (Scharlach-Erdbeere und Chile-Erdbeere), was zu größeren Früchten führte und im 18. Jhd. die Walderdbeere von den Anbauflächen verdrängte. Allerdings gibt es heute zahlreiche Zuchtformen der Wald-Erdbeere, die sogenannten Monatserdbeeren, welche während der gesamten Wachstumsperiode Früchte tragen können. Die Erdbeeren sind hier meist größer als bei der ursprünglichen Form der Wald-Erdbeere. Die meisten der heute im Handel erhältlichen Erdbeeren sind allerdings auf die Kreuzung von Scharlach- und Chileerdbeere zurückzuführen.
Nicht jedoch auf christlichen Gemälden des Mittelalters. Hier steht die Wald-Erdbeere als Pflanze der Maria für Frömmigkeit und Rechtschaffenheit.
Eine Mutter, deren Kind gestorben ist, soll aus oben genannten Grund keine Erdbeeren essen, zumindest nicht vor dem Johannis-Tag (24. Juni).
Daraus leitet sich vielleicht auch der Glaube ab, dass Frauen allgemein keine Erdbeeren essen sollten, wohingegen sie für Männer sehr gesund seien.
Wenn man beim Pflücken eine Erdbeere verliert, gehört diese den umherwandernden Seelen oder dem Teufel. Kommt man auf dem Heimweg von der Erdbeerernte an einem Kreuz oder einer Kapelle vorbei, so opfert man hier drei Beeren.
In Böhmen opferte man der Waldfrau Medulina, indem man eine Hand voll Erdbeeren auf einen Baumstumpf legte und sprach:
„Medulina, da hast du, du gibst es übers Jahr wieder.“
Der Tee aus Erdbeerblättern soll nicht nur gegen jegliche Krankheit helfen, sondern auch gegen Verhexung.
Wie bei vielen Frühjahrsblühern gilt für die ersten Blüten der Erdbeere (genauso wie für die ersten Früchte), dass sie das gesamte Jahr vor Fieber bewahren, wenn man sie isst. Der Saft der ersten Erdbeeren galt als Wundermittel gegen Sommersprossen, Gesichtsrose oder Frostbeulen.
Auch dem Vieh gab man zu Walpurgi (30. April) einen Stängel Erdbeerblätter (zusammen mit Salz), um sie vor Krankheit zu beschützen.
In Oberfranken gab es den Glauben, dass man Beulen bekäme, wenn man Erdbeeren am Jakobi-Tag (25. Juli) isst.
Träumt man von roten Erdbeeren, so soll dies einen Geldsegen vorhersagen.
Die drei Blätter, die an einem Stängel sitzen stehen (wie das Kleeblatt) für die Dreifaltigkeit des christlichen Gottes, das Rot der Erdbeeren wurde manchmal auch als Blut Christi gedeutet.
In einem Märchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm – „Die drei Männlein im Walde“ – geht es um ein Mädchen, das von ihrer Stiefmutter im Winter in den Wald geschickt wird, um Erdbeeren zu sammeln. Mit Hilfe von drei kleinen Männern gelingt ihr dies auch und wird wegen ihrer Gutmütigkeit auch noch zusätzlich beschenkt.
Bei den Irokesen gilt die Walderdbeere als ein Geschenk der „kleinen Sonnenscheinleute“ an die Menschen.
Daraus leitet sich vielleicht auch der Glaube ab, dass Frauen allgemein keine Erdbeeren essen sollten, wohingegen sie für Männer sehr gesund seien.
Wenn man beim Pflücken eine Erdbeere verliert, gehört diese den umherwandernden Seelen oder dem Teufel. Kommt man auf dem Heimweg von der Erdbeerernte an einem Kreuz oder einer Kapelle vorbei, so opfert man hier drei Beeren.
In Böhmen opferte man der Waldfrau Medulina, indem man eine Hand voll Erdbeeren auf einen Baumstumpf legte und sprach:
„Medulina, da hast du, du gibst es übers Jahr wieder.“
Der Tee aus Erdbeerblättern soll nicht nur gegen jegliche Krankheit helfen, sondern auch gegen Verhexung.
Wie bei vielen Frühjahrsblühern gilt für die ersten Blüten der Erdbeere (genauso wie für die ersten Früchte), dass sie das gesamte Jahr vor Fieber bewahren, wenn man sie isst. Der Saft der ersten Erdbeeren galt als Wundermittel gegen Sommersprossen, Gesichtsrose oder Frostbeulen.
Auch dem Vieh gab man zu Walpurgi (30. April) einen Stängel Erdbeerblätter (zusammen mit Salz), um sie vor Krankheit zu beschützen.
In Oberfranken gab es den Glauben, dass man Beulen bekäme, wenn man Erdbeeren am Jakobi-Tag (25. Juli) isst.
Träumt man von roten Erdbeeren, so soll dies einen Geldsegen vorhersagen.
Die drei Blätter, die an einem Stängel sitzen stehen (wie das Kleeblatt) für die Dreifaltigkeit des christlichen Gottes, das Rot der Erdbeeren wurde manchmal auch als Blut Christi gedeutet.
In einem Märchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm – „Die drei Männlein im Walde“ – geht es um ein Mädchen, das von ihrer Stiefmutter im Winter in den Wald geschickt wird, um Erdbeeren zu sammeln. Mit Hilfe von drei kleinen Männern gelingt ihr dies auch und wird wegen ihrer Gutmütigkeit auch noch zusätzlich beschenkt.
Bei den Irokesen gilt die Walderdbeere als ein Geschenk der „kleinen Sonnenscheinleute“ an die Menschen.
Aus der germanischen Mythologie ist angeblich überliefert, dass die Göttin Frigga die Seelen toter Kinder in Erdbeeren versteckt haben soll, um sie dann heimlich nach Walhalla bringen zu können. Später habe sich dies auf die christliche Gottesmutter Maria übertragen, die einmal im Jahr auf die Erde kommen soll und für die verstorbenen Kinder Erdbeeren pflücke.
Erdbeeren eignen sich für die Verwendung bei Liebeszaubern. Die Blätter sollen Glück bringen, wenn man sie bei sich trägt. Schwangere soll ein kleines Säckchen voll Erdbeerblättern vor Schmerzen bewahren.
Planet: Venus
Element: Wasser
Götter: Frigga, Freya
Sternzeichen: Waage
Sternzeichen: Waage










3 Kommentare:
danke, für die interessanten
Berichte von den div. Pflanzen,
es gibt immer wieder Berichte die
für einem neu sind.
liebe Grüße
Hermine
WOW. Das sind ja tolle Illustrationen zu den einzelnen Pflanzen .. wie bist Du denn an diese gekommen? Die würden mir bei meinem Blog noch fehlen ....
LG vom HeilkräuterInformant
Die Illustrationen habe ich von Wikipedia.
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