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Samstag, 27. Juni 2009

Slawische Drachen


In der Slawischen Mythologie heißen die Drachen Smei bzw. Zmej, Zmij, Zmaj, Smok oder Zmeu. All diese Begriffe sind die männlichen Formen des slawischen Begriffes für „Schlange“
In Russland und die Ukraine kennt man den Drachen als Smei/Smij Gorynytsch. Er ist dreiköpfig und grün, geht auf seinen zwei Hinterbeinen, besitzt eher kleine Vorderbeine und kann Feuer spucken. Er wurde von Dobrynja Nikititsch besiegt und getötet, einer bekannten Figur aus den slawischen Epen (ungefähr so bekannt wie „unser“ Siegfried).
In Slowenien werden Drachen Zmaj genannt, obwohl auch manchmal Pozoj, ein älteres Wort unklaren Ursprungs, verwendet wird. Drachen sind in Slowenien normalerweise im böswilligen Bereich angesiedelt, und sie werden meist gemeinsam mit St. Georg dargestellt, wie z.B. auf dem Moskauer Wappen. Jedoch ist der Drache nicht ausschließlich dem Menschen feindlich gesinnt. Der Ljubljanski Zmaj (Laibacher Drache) etwa beschützt die Stadt Ljubljana und wird auf dem Stadtwappen abgebildet.
In Makedonien, Kroatien, Bulgarien, Bosnien, Serbien und Montenegro ist der Drache (Zmaj, Zmej oder Lamja) vielköpfig (mit drei, sieben oder neun Köpfen) und spuckt Feuer. In Serbien und Bosnien wird er Aždaja oder Ala genannt. Das rumänische Wort für Drache, Zmeu, wurde aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Bulgarischen übernommen.


Freitag, 26. Juni 2009

Keltische Drachen


Für die Kelten symbolisierte der Drache die Kraft der Erde, des Himmels des Wassers und des Feuers. Sie leben in der Erde und schützen die Tore und Übergänge in die Anderswelt. In der keltisch-christlichen Mythologie stand der rote Drache symbolisch für Britannien, während der weiße Drache für die Sachsen stand. Daher trug Uther, Arthurs Vater, den Beinamen "Pendragon" (der große Drache), Einen Kampf der beiden Drachen, "der die Flüsse des Landes mit Blut tränken" werde, sagte Taliesin als junger Merlin dem Vortigern vorher, welcher den Thron widerrechtlich an sich gebracht hatte. Sein Turm in Snowdon fiel immer wieder zusammen, da er ihn über den beiden Drachen gebaut (= die Sachsen ins Land geholt) hatte.

Montag, 22. Juni 2009

Wyvern


Das Wort Wyvern stammt vom altsächsischen vivere = Schlange ab und bezeichnet eine Art der mythologischen Drachen, die sowohl in der äthiopischen Mythologie auftaucht, als auch in Nordeuropa und Griechenland. Ein Wyvern soll wie der Lindwurm nur ein Paar Beine besitzen, welche adlerartige Krallen haben. Im Gegensatz zum Lindwurm hat er aber direkt über seinen Beinen große, häutige Flügel. Der Körper ist schlangenartig und wird als sehr muskulös und geschwungen beschrieben. Der Rumpf geht über in einen langen, gekringelten Schwanz, welcher in manchen Beschreibungen am Ende ein Giftstachel besitzt. Sein natürlicher Lebensraum sollen Gebirgshöhlen sein, von wo aus er mit den sehr scharfen Augen seine Beute gut erkennen könne. Der Wyvern soll ein Verbreiter von Pest und anderer Infektionen gewesen sein.

Montag, 15. Juni 2009

Lindwurm


Die Bezeichnung Lindwurm wird abgeleitet von dem althochdeutschen Wort lint, was "Schlange" bedeutet.
Er ist meist zweibeinig, manchmal hat er aber auch vier oder mehr Beine, die für gewöhnlich sehr kurz sind. Der Lindwurm hat keine oder nur sehr kurze, fluguntaugliche Flügel und einen sehr langen Schwanz. Manchmal wird er als menschenfressend beschrieben.
In Orten, die "Limb-" oder "Lind-" im Namen tragen, ist oft eine Drachensage überliefert, wie beispielsweise in Limburg a.d. Lahn. Der Lindwurm ist auch das Wahrzeichen der österreichischen Stadt Klagenfurt, wie auch von der slowenischen Stadt Laibach (Ljubljana).

So ist der drachengestaltige Riese Fafnir aus dem Nibelungenlied eigentlich ein Lindwurm.
Fafnir ist der Edda zufolge der Sohn des Riesen Hreidmar. Seine Brüder heißen Otr (auch Otur) und Regin. Auch wird in der Edda erzählt, dass die drei Götter Odin, Loki und Hönir aus Versehen Hreidmars Sohn Otur töten, der in Gestalt eines Otters fischen war. Dadurch wird ein sogenanntes Wergeld fällig, welches mit dem verfluchten Goldschatz des Zwerges Andvari bezahlt wird. Dieser Schatz bringt einem unrechtmäßigen Besitzer Zwietracht und Unglück; das berühmtestes Stück dieses Schatzes ist der Ring Andvaranaut. Jedoch weigert sich Hreidmar, seinen Söhnen Fafnir und Regin den Anteil am Wergeld zu geben, der ihnen zusteht. Deshalb wird er von Fafnir erstochen, und dieser droht auch Regin an, ihn zu erschlagen, sollte der seinen Anteil verlangen. Fafnir zieht sich mit dem Goldschatz in eine Höhle auf der Gnitaheide zurück, wo er allmählich die Gestalt eines Lindwurmes annimmt. Der Oegishjalmr – ein Helm, der das Aussehen auf erschreckende Weise verändert – macht seinen Anblick noch entsetzlicher. Sigurd (bzw. Siegfried) tötet schließlich Fafnir mit seinem Schwert Gram und erschlägt dann Regin, der den Schatz für sich will und besitzt nun Helm, Ring und Hort. Durch ein Bad in Fafnirs Blut wird Siegfried unverwundbar. Diese Sage ist auch Grundlage für Wagners Ring der Nibelungen.

Samstag, 13. Juni 2009

Basilisk


Auch der Basilisk hat seinen Ursprung wahrscheinlich in der griechischen Mythologie. Er wird bei Demokrit zum ersten Mal nachweislich erwähnt. Plinius der Ältere beschrieb ihn im achten Buch seiner Naturalis historia als eines der Tiere, die aus Afrika oder dem Orient kommen. Er beschreibt den Basilisk als eine Schlangenart, nicht länger als zwölf Finger (etwa 24 Zentimeter) und mit einem weißen Fleck am Kopf.
„Durch sein Zischen verjagt er alle Schlangen und bewegt nicht, wie die anderen, seinen Körper durch vielfache Windungen, sondern geht stolz und halb aufgerichtet einher. Er lässt die Sträucher absterben, nicht nur durch die Berührung, sondern auch schon durch den Anhauch, versengt die Kräuter und sprengt Steine: eine solche Stärke hat dieses Untier. Man glaubte, dass jemand ihn einst zu Pferde mit einem Speer erlegt habe und dass das wirkende Gift an diesem emporstieg und nicht nur dem Reiter, sondern auch dem Pferd den Tod brachte. Und dieses gewaltige Ungeheuer – denn häufig haben Könige es tot zu sehen gewünscht – wird durch die Ausdünstung des Wiesels umgebracht: so sehr gefiel es der Natur, nichts ohne etwas Gegenkraft zu lassen. Man wirft die Wiesel in die Höhlen [der Basilisken], die man leicht an dem ausgedörrten Boden erkennt. Diese töten durch ihren Geruch, sterben aber zugleich selbst, und der Streit der Natur ist bereinigt.“ (C. Plinius Secundus d.Ä., Naturkunde, Lateinisch – Deutsch, hrsg. von Robert König, Buch VIII: Zoologie: Landtiere, Kapitel XXXIII, § 78.)

Im mittelalterlichen Schriften findet man folgende Beschreibung:
Der Basilisk schlüpft aus dem Ei eines alten Hahnes oder aus einem dotterlosen Hühnerei, das von einer Kröte, einer Schlange oder im Mist ausgebrütet wird. Sein stinkender Atem ist unerträglich und sein Blick soll versteinern können. Das Ungeheuer haust in Brunnenschächten und Kellern. Es kann nur vernichtet werden, indem ihm ein Metallspiegel vorgehalten wird, worin sich der versteinernde Blick gegen den Basilisken selbst kehrt.

Freitag, 12. Juni 2009

Ladon


Ladon ist der Name eines mehrköpfigen Drachens, der niemals schläft und die Goldenen Äpfel der Hesperiden bewacht. Er wird meist mit zwei, manchmal auch drei oder sogar mit hundert Köpfen beschrieben. Seine Eltern sind der Meeresgott Phorkys und Keto, an anderer Stelle Echidna und Typhon oder auch Gaia, in Hesiods Theogonie sind die Eltern Okeanos und Tethys. Herakles besiegt Ladon, als er die Äpfel der Hesperiden holen muss. Die Göttin Juno versetzt Ladon nach dessen Tod als Sternbild Drache in den Himmel.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Hydra

Die Hydra der griechischen Mythologie war eine riesige Wasserschlange mit neun Köpfen, von denen acht sterblich waren und der in der Mitte stehende neunte unsterblich. Sie wuchs in den Sümpfen von Lerna im Süden Griechenlands auf, weshalb sie auch die Lernäische Schlange genannt wird. Sie überfiel die Viehherden und verwüstete die Felder. Schließlich wurde sie von Herakles und Iolaos erschlagen.