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Samstag, 10. Oktober 2009

Thurisaz



Sprachliche Varianten:
Urgermanisch: THURISAZ
Altnordisch: THURIS; THURISAR; THURS
Altenglisch: THORN

Laut: Th

Ursprüngliche Bedeutung: Riese

Runengedichte:

Angelsächsisches Runengedicht:

Ðorn byþ earle scearp; egna gehwylcum
anfeng ys yfyl, ungemetum reþe
manna gehwelcum, e him mid reste .

Der Dorn ist äußerst scharf;
eine üble Sache für jeden Ritter ihn zu berühren,
ungewöhnlich hart (schmerzhaft, grausam?) für jene die sich dazwischen befinden

Isländisches Runengedicht:

Þurs er kvenna kvöl
ok kletta búi
ok var rúnar verr.
Saturnus þengill

Der Riese ist die Qual für die Frau(en)
und Höhlenbewohner
und der Ehemann Vardrúnas.
Saturn Anführer

Norwegisches Runengedicht

Þurs vældr kvinna kvillu;
kátr vær r fár af illu.

Der Riese verursacht der Frauen Qual,
Unglück macht wenigen Menschen fröhlich.

Odins Runenlied:
Ein drittes weiß ich, des ich bedarf meine Feinde zu fesseln. Die Spitze stumpf ich dem Widersacher; mich verwunden nicht Waffen noch Listen.

Interpretation
Die Kraft des Riesen ist gewaltig, explosiv, aggressiv und zerstörend, was aber nicht bedeutet, daß sie immer destruktiv ist. Denn dort wo etwas in Stocken gerät kann die Kraft des Chaos der Anfang für etwas neues sein.
Die Energie von Thurisaz kann einschüchternd und beängstigend sein, doch jenem, der seine Ängste besiegen kann, verleiht sie Stärke.
Die Rune bringt das Unterste nach oben oder kann Himmel und Erde zusammenbringen. Im übertragenen Sinne bedeutet dies, daß sie unsere unbewussten und verdrängten Seiten zu Tage fördert und wir uns diesen stellen müssen.

Runenstellung



Meine Wahrnehmung bei der Runenstellung:
Als ich die Runen-Stellung das erste mal durchgeführt habe, habe ich mich sehr stark auf das Vibrieren der Rune und den Energiefluß konzentriert. Die Energie schien bei der Silbe "Thu" zum Kopf hinein und zu den Füßen hinaus zu fließen, bei der Silbe "ri" dann in umgekehrter Richtung und bei "saz" links und rechts vom Körper weg zu schießen. (hm...erinnert mich i-wie an das kaballistische Kreuz)

Bei einem weiterem Versuch erschien ein Riese vor mir, der mit einer Keule bewaffnet war und um sich geschlagen hat. Er war so groß wie ein Berg (und dementsprechend fühlte ich mich winzig) und hat ein ganzes Dorf aus der Landschaft gerissen und zum Himmel gehoben.

Runenmudras

Die Bilder unterliegen dem Copyright!!!



Zuordnungen (nach persönlichem Gefühl):

Farbe: blutrot
Element: Feuer

Samstag, 3. Oktober 2009

Anmerkung zu den Runen

Die Beschreibungen und Interpretationen zu den Runen sind alles andere als allgemein gültig, da sie hauptsächlich auf meine persönliche Erfahrung mit ihnen beruhen.
Die Runengedichte habe aus folgender Quelle: Runic and heroic poems. Den Übersetzungen ins deutsche liegen die Übersetzungen aus diesem Buch zu Grunde. Mein englisch ist nicht besonders gut. Wer also Übersetzungsfehler entdeckt, bitte melden.

Uruz



Sprachliche Varianten:
Urgermanisch: URUZ
Altnordisch: UR
Altenglisch: UR

Laut: U

Ursprüngliche Bedeutung: Auerochse

Runengedichte:

Angelsächsisches Runengedicht:

Ur byþ anmod ond oferhyrned,
felafrecne deor, feohteþ mid hornum
mære morstapa; þæt is modig wuht.

Der Auerochse ist stolz und hat große Hörner,
es ist ein sehr wildes Biest und kämpft mit seinen Hörnern
(als) ein großer Hüter der Heide (des Moors?)
ist es eine Kreatur mit Standfestigkeit.

Isländisches Runengedicht:

Úr er skýja grátr
ok skára þverrir
ok hir is hatr.
umbre (imbre?) vísi

Regenschauer ist die Wehklage der Wolken
und der Ruin der Heuernte
und das Gräuel des Hirten.
verwandeln (Asche?) eingefallen

Norwegisches Runengedicht

Úr er af illu jarne;
opt lypr ræinn á hjarne.

Schlacke kommt von schlechtem Eisen;
das Rentier rennt oft über den gefrorenen Schnee.

Odins Runenlied:
Ein andres weiß ich, des alle bedürfen, die heilkundig heißen.

Interpretation
Der Auerochse steht (für mich) vor allem für Kraft und Stärke, für gebündelte Energie, die wie ein Vulkan jederzeit zum Ausbruch kommen kann.
Er ist der "Herr auf der Heide", daß heißt er ist untrennbar in seiner Umgebung, seinem Land, in der Erde verwurzelt und lässt sich nicht kampflos davon verjagen.

Für mich steht diese Rune somit für die Verwurzelung in der Erde, der materiellen Welt und die Kraft, die man daraus schöpfen kann. Ist man verwurzelt und geerdet, kann einen nichts so leicht aus der Bahn werfen.

Die frei fließende Energie von Fehu ist in Uruz in eine Form gebracht, geerdet, in der materiellen Welt gebunden.
Dies kann aber auch dazu führen, daß ein zu viel an Energie einen Druck erzeugt, der zu einer Explosion führen kann.

Runenestellung



Meine Wahrnehmung bei der Runenstellung:
Energie fließt zu den Füßen in den Körper und an den Händen wieder heraus.
Die Energie ist nach innen und unten gerichtet und wirkt erdend.
Ein Auerochse mit rotbraunem Fell steht vor mir und blickt mich herausfordernd an, ohne sich vom Fleck zu rühren. Er steht in einer Heidenlandschaft.

Runenmudras

Die Bilder unterliegen dem Copyright!!!



Zuordnungen (nach persönlichem Gefühl):

Farbe: rotbraun
Element: Erde (mit Feuer?)

Dienstag, 29. September 2009

Silberschmiederei

Am Samstag war Kreativtag. Zusammen mit einigen Leuten aus meinem Coven habe ich an einem Silberschmiedekurs teilgenommen und zwar Hier.
Hat einen heiden Spaß gemacht (auch wenn ich zwischendurch geschwächelt habe) und ich darf jetzt zwei neue Schmuckstücke mein eigen nennen, auf die ich doch ein klein wenig stolz bin :-).


Montag, 21. September 2009

"Hexenbesen"

Dieses etwas "huzelige" Teil war eines meiner ersten "magischen Werkzeuge". Er besteht aus einer jungen Birke, die vor Jahren in der Nähe meiner Wohnung aus einer Mauer heraus gewachsen ist. Ich bin jeden Tag daran vorbei gegangen und hab beobachtet wie sie immer größer wurde. Eines Tages wurde sie leider entfernt, was ich zufällig mitbekommen habe. Ich hab sie mir geschnappt und mit nach Hause genommen. Das Ergebnis seht ihr ja*g*


Diesen Besen habe ich geschenkt bekommen. Er besteht aus Birke und Hasel (glaub ich)

Der Besen dient vor allem der Reinigung des Ritualortes und zwar nicht in erster Linie auf materieller Ebene, sondern auf energetischer Ebene. Das eigentliche Reinigen erfolgt durch Visualisation, das Werkzeug unterstützt diese. Der Besen wird hierfür vor dem Ziehen des Kreises verwendet.

Montag, 14. September 2009

Fehu




Sprachliche Varianten:

Urgermanisch: FEHU
Altnordisch: FE
Altenglisch: FEOH

Laut: F

Ursprüngliche Bedeutung: Vieh

Runengedichte:

Angelsächsisches Runengedicht:

Feoh byþ frofur fira gehwylcum;
sceal eah manna gehwylc miclun hyt dælan
gif he wile for drihtne domes hleotan.

Besitz/Wohlstand/Reichtum ist Trost für alle Menschen;
jedoch muß man ihn freigiebig verschenken,
wenn er Ehre erlangen will im Angesicht des Herrn.

Isländisches Runengedicht:

er frænda róg
ok flæ ar viti
ok grafsei s gata.
aurum ylkir

Vieh/Besitz/Wohlstand/Reichtum
ist die Quelle der Feindschaft zwischen Verwandten
und das Feuer des Meeres,
und der Pfad der Schlange.

Norwegisches Runengedicht

vældr frænda róge;
f esk ulfr í skóge.

Vieh/Besitz/Wohlstand/Reichtum
ist die Quelle der Feindschaft zwischen Verwandten
der Wolf lebt im Wald.

Odins Runenlied:
Hilfe verheißt mir eins, denn helfen mag es in Streiten und Zwisten und in allen Sorgen.

Erläuterung
Das "Feuer des Meeres" und der "Pfad der Schlange" wird interpretiert als Fafnir, der Drache der den Schatz bewacht. In der Geschichte geht es auch um das Unglück und den Neid, den das Gold mit sich bringt.

Interpretation
Das Vieh war Grundlage des bäuerlichen Lebens - Nahrung (Fleisch, Milch), Kleidung (Leder, Wolle, Fell), Arbeitstier, Tauschmittel.
Vieh steht somit für den beweglichen Besitz, Wohlstand, Wachstum und Fruchtbarkeit (im Gegensatz zum festen Besitz für den Othala steht)
Auf die heutige Zeit übertragen entspricht dies dem Geld, als Grundlage des modernen Lebens, aber vielleicht auch dem innerem Reichtum.
Desweiteren sind die eigenen Fähigkeiten (erlernt oder angeboren), das eigene Potential und unsere eigenen Ideen, die Grundlage, auf dem wir unseren (inneren und äußeren) Reichtum aufbauen können.

Für mich steht diese Rune somit für die allem zugrundeliegende, schöpferische Energie oder für die Lebensenergie (Chi) schlechthin, ohne die nichts entsteht. Und für den zündenden Funken der am Anfang steht.

Reichtum (egal ob innerer oder äußerer), welcher nicht geteilt und weitergegeben wird, erzeugt Neid und Missgunst und versiegt. Die Energie muß fließen, um sich zu mehren bzw. etwas zu erschaffen, fruchtbar zu sein.

Wenn die Rune also für egoistische Ziele eingesetzt wird (z. B. aus Habgier), wird dies Unglück nach sich ziehen.

Runenstellung



Meine Wahrnehmung bei der Runenstellung:
Energie fließt durch die Handflächen und Arme in den Oberkörper
Fehu vibriert beim intonieren im Oberkörper

Runenmudras

Die Bilder unterliegen dem Copyright!!!



Zuordnungen (nach persönlichem Gefühl):

Farbe: hell strahlendes, feuriges, sonnenhaftes gelb
Element: Feuer (mit Luft?)

Freitag, 28. August 2009

Für die Mutter eines guten Freundes


Hail and fare well